Lieferbedingungen

Als weltweit exportierender Hersteller von Präzisionsmetallrohren folgt Fine Tubes den Incoterms® als Rahmenvorschriften für die internationale Warenlieferung. Die Incoterms® werden von der Internationalen Handelskammer (International Chamber of Commerce) herausgegeben und sind ein offizielles Regelwerk, welches zur Auslegung nationaler und internationaler Handelsklauseln veröffentlicht wurde. Sie sind eine der wichtigsten Grundlagen in der Regulierung des internationalen Handels. Am 1. Januar 2011 trat die siebte Fassung – Incoterms® 2010 – in Kraft und dient nun als die Grundlage unseres Geschäftstreibens.

Die Incoterms (kurz für „International Commercial Terms“ – Internationale Handelsklauseln) wurden erstmals im Jahr 1936 von der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris formuliert. Seitdem sind die Incoterms das Regelwerk, auf das Firmen vertrauen, wenn sie die Lieferung von Gütern in internationalen Transaktionen festlegen. Da sich die im internationalen Warenverkehr verwendeten Verkehrsträger ständig ändern, werden die Incoterms regelmäßig angepasst, um sich an neuen Entwicklungen, wie z. B. neue Spediteure, Transportmethoden und Technologien wie dem elektronischen Datenaustausch, auszurichten.

Die neu in Kraft getretenen Incoterms wurden auch auf Binnenhandelsströme ausgedehnt. Mit der Revision werden auch neue Definitionen eingeführt und bestehende Klauseln werden präzisiert.

Was hat sich geändert?

Die Incoterms wurden ursprünglich für den internationalen Verkehr von Gütern entwickelt, die das Überqueren von Landesgrenzen erforderlich machten. Da handelsfreie Zonen inzwischen jedoch die Grenzkontrollformalitäten deutlich reduziert haben, können die Incoterms 2010 auch auf Binnenhandelsströme angewendet werden.

Die Anzahl der Incoterms hat sich von 13 auf 11 reduziert und es erfolgte eine Unterteilung in sieben Klauseln zum multimodalen Transport und vier Klauseln für die See- und Binnenschifffahrt. Die Klauseln DAF, DES, DEQ und DDU wurden mit den neuen Klauseln DAT (Delivered at Terminal – Geliefert Terminal) und DAP (Delivered at Place – Geliefert benannter Ort) ersetzt. Die Regeln zum Übergang der Gefahr wurden nun für die Klauseln FOB, CFR und CIF übernommen.

Neue Incoterms®

DAT (Delivered at Terminal – Geliefert Terminal)

Die neue Klausel DAT sagt aus, dass der Verkäufer liefert, wenn die Waren nach dem Entladen vom Transportmittel dem Käufer zur Verfügung gestellt werden. Im straßengebundenen Güterverkehr beschreibt es üblicherweise das Ausgangs- oder Zielterminal. Falls das in der DAT-Klausel genannte Terminal das Ausgangsterminal ist, trägt der Verkäufer die Kosten für Rollfuhrdienst und Terminalverladung.

DAP (Delivered at Place – Geliefert benannter Ort)

Die neue Klausel DAP sagt aus, dass der Verkäufer liefert, wenn die Waren dem Käufer auf dem ankommenden Transportmittel zur Entladung am benannten Zielort zur Verfügung gestellt werden. Sie ersetzt die früheren Klauseln DAF (Delivered At Frontier – Frei Grenze), DES (Delivered Ex Ship – Frei ab Schiff) und DDU (Delivered Duty Unpaid – Frei Unverzollt). Wie bei der früheren DDU-Klausel, der meistverwendeten Incoterm-Klausel im straßengebundenen Güterverkehr, muss der Bestimmungsort der Lieferung genannt werden.

Änderungen in bestehenden Klauseln

Die neuen Regeln zum Übergang der Gefahr betreffen vorrangig Seefracht-Transporte, insbesondere in den Klauseln FOB, CFR und CIF. Während früher Waren die Schiffsreling überqueren mussten, um die Gefahr auf eine andere Vertragspartei zu übertragen, müssen die Waren nun ausdrücklich auf das Schiff geladen werden, bevor die Gefahr übertragen wird. Die neuen Incoterms empfehlen, dass multimodale Incoterms grundsätzlich im Containerverkehr verwendet werden, da es aufgrund der Bedingungen in modernen Containerhäfen nicht mehr möglich ist, die Klauseln zur Gefahrübertragung (CFR und CIF) präzise zu definieren.

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